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Übersicht der Geschichte von Singapur

Bild: Besiedlung von Singapur

Historische Darstellung aus dem Singapore Museum

Bereits um 300 v. Chr. wird die Insel Singapur vermutlich von Seefahrern aus China in deren Aufzeichnungen als P`u Luo Chung ( = die Insel am Ende einer Halbinsel ) erwähnt. Danach erhielt die Insel die verschiedensten Namen, je nach Machtverhältnissen und Einflußbereich. In der Herrschaftszeit des mächtigen Sri Vijaya Reiches aus Sumatra besaß die Insel dann im 14. Jahrhundert bereits einen kleinen Seehafen mit dem Namen Temasek. In diese Zeit fiel dann wohl auch die entscheidende Namensgebung.
Wie die Geschichte erzählt, soll ein Prinz aus Sri Vijaya die Insel besucht haben und dort einem seltsamen Tier, ähnlich einem Löwen, begegnet sein. Er gab der Insel danach den Namen Singa Pura, was soviel wie Löwenstadt heißt und als Gestalt des Merlion bis heute die Symbolfigur Singapurs geblieben ist.

Das eigentliche Singapur jedoch entstand durch die Ankunft des Briten Sir Stamfort Raffles am 29. Januar 1819. Er kam hierher auf der Suche nach einem sichern und strategisch günstigen Hafen für die East India Company und gründete auf der als geeignet erscheinenden Insel einen neuen Handelsposten. Die dazu notwendigen Verträge wurden innerhalb weniger Tage mit dem maliischen Herrscher abgeschlossen und der rapide Aufschwung der Insel konnte beginnen.
Als Stamfort 1819 hier landetet wurde die Insel nur von wenigen Fischern, einigen chinesischen Händlern und Piraten bewohnt, insgesamt sollen es nicht mehr als 150 Einwohner gewesen sein. Aber schon 1820 konnten die ersten Gewinne verbucht werden, 1823 überflügelte Singapur bereits das bedeutende Penang, zählte 1881 bereits über 130.000 Einwohner und besitzt heute den größten Hafen der Welt.

Bild: Sir Stamford Raffles

Sir Stamford Raffles, Gründer von Singapur

Daten und Fakten in Stichworten

1823

1826

1832

1867

1869

1887

Singapur erhält nach Verhandlungen mit den malaiischen Herrschern die volle Souveränität über die ganze Insel.

Zusammen mit Penang und Malakka wird Singapur zum Straits Settlement ernannt.

Singapur wird zum Zentrum der Straits Settlements

Die Straits Settlements werden von der East Indian Company am 1. April an die britische Regierung übergeben und werden zur Kronkolonie. Es beginnen die ersten Masseneinwanderungen aus China

Die Fertigstellung des Suezkanals macht Singapur noch attraktiver, der Handel nimmt deutlich zu.

Eröffnung des Raffles Hotels

Bild: Kautschukgewinnung in Singapur ca. 1900

Kautschukgewinnung um die Jahrhundertwende

1888

2. Einwanderungswelle, es entstehen die ersten Kautschukplantagen in Singapur und Kautschuk wird zum Hauptexportartikel der Malaiischen Halbinsel

Bild: Der Raffles Square in den 20er Jahren

Raffle`s Square auf einer alten Postkarte aus den 20er Jahren

1923

Mit der Eröffnung des Johor Baru Causeway besteht jetzt eine Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Singapur und dem malayischen Festland.

1941

Singapur wird am 8. Dezember ertsmals von japanischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert.

Bild: Verteidigungsanlagen auf Sentosa Island - Fort Siloso

Verteidigungsanlagen am Fort Siloso / Sentosa Island

1942

Die Verteidigungsanlagen zum Schutz von Singapur wurden in Erwartung eines Angriffs von See her an den Küsten errichtet. Die japanische Armee kam jedoch völlig überraschend von der Landseite hier. Diese hatten praktisch unbemerkt das malayische Hinterland mit dem Fahrrad durchquert und waren an Zahl weit überlegen. Nach 7 Tagen schwersten Kämpfen mußte General Arthur am 15.02.1942 den Waffenstillstand mit General Tomoyuki Yamashita unterzeichen. Singapur wurde in SYONAN umbenannt. (= Licht des Südens )

Bild: Kriegsgefangene in den Selarang Kasernen Singapore

1945

1959

1963

1965

Japanische Kriegsgefangene in den Selarang Kasernen von Singapur

Die japanische Besatzungszeit dauert 3 Jahre. Unterdrückung, Terror und Angst beherrschten den Alltag der Menschen, viele verloren das Leben. Nach der Kapitulation Japans am 12.09.1945 steht Singapur unter britischer Militärverwaltung, 1946 wird es wieder Kronkolonie.

Es finden die ersten freien Wahlen statt, die von der PAP ( Peoples Action Party ) im Bündniss mit den Kommunisten gewonnen wird. Lee Kuan Yew wird Premierminister und behält dieses Amt bis 1990. Die PAP gewinnt bis heute jede Wahl mit fast 100% Mehrheit, Singapur ist damit praktisch ein Einparteienstaat. 

Singapur schließt sich mit Malaya, Sarawak und Nord-Borneo zur Federation of Malaysia zusammen.

Der Bund wird augelöst und Singapur erklärt sich am 09. August 1965 zur unabhängigen Nation und wird einen Monat später das 117 Mitglied der UNO.

1965 - 2004

Singapur wird unter der Führung von Lee Kuan Yew zu einer der wohlhabensten Ländern der Welt - genannt der asiatische Tiger. Unter seinem oftmals kritisierten und strengen Regime wird Singapur zu einem der sichersten Reiseziele der Welt. Wohnungsbauprojekte, ein hervorragendes Bildungssystem und Sicherheit in allen Bereichen des Lebens, damit stand und steht auch die Bevölkerung geschlossen hinter ihm. Auch die asiatische Wirtschaftskrise von 2001 überwindet Singapur schneller als alle anderen betroffenen Nationen so daß es auch heute unter seinem Nachfolger Goh Chok Tong weiter aufwärts geht. 

Die Grundlage der Entwicklung war und ist der Hafen von Singapur. Verbindungen zu den meisten anderen Häfen der Welt, das 3. größte Ölraffineriezentrum der Welt, sechs Freihandelszonen, ein 24-Stunden Sicherheitsdienst, vorbildliche Umweltschutzkontrolle und Brandbekämpfung, ein modernes Cruise Center für Kreuzfahrtschiffe, all das wird die Entwicklung dieser Stadt weiter fördern.

Bild: Hafen von Singapur - historische Aufnahme

Singapur Hafen - heute und gestern

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